Instrumentale Mittelaltermusik — modal, drone-verankert, gespielt auf den Originalinstrumenten der Epoche. Die Laute trägt die Melodie mit fingergezupften Plektrum-Linien. Eine hölzerne Blockflöte verdoppelt die Melodie in der Höhe auf den höfischen Stücken. Die Drehleier hält darunter einen durchgehenden Bourdon-Drone. Eine kleine Rahmentrommel oder Tabor sorgt für einen sanften, handgeführten Puls auf den Tanzstücken. Tempi laufen 80–130 BPM in dorischen, mixolydischen und äolischen Modi, mit offenen Quinten statt voller Dreiklänge und Call-and-Response-Phrasen, die Estampie- und Saltarello-Formen nachbilden. Loops sind sauber fürs Game-Scoring.
Indie-RPG-Entwickler loopen sie unter Tavernen-, Markt- und Burgdorf-Szenen. Tabletop-Streamer betten sie hinter Dungeons-&-Dragons-Livestreams. Editoren von Historienfilmen schneiden sie in Hofszenen und Festmähler. Mittelaltermarkt-Videografen legen sie über Händlergassen-Aufnahmen. Passt auch zu historischen Doku-Segmenten und YouTube-Essays über die Artus-Sage. Siehe auch fantasy oder folk.